Travelite Elbe Two im Test

Der Nachfolger des Elbe One und ein solider Hartschalenkoffer.

Beim Elbe Two von Travelite handelt es sich um einen echten Klassiker unter den Polycarbonatkoffern. Besonders der extra große Stauraum dürfte jedem potentiellen Käufer direkt ins Auge fallen. 136 Liter Volumen sprechen schließlich für sich. Der Koffer verfügt über  4 Doppelrollen, ein integriertes TSA-Schloss, zwei Packwände, ein Wäschefach, mehrere Innenfächer und einen Packriemen. Ausstattungstechnisch übertrifft er dadurch seinen Vorgänger den Elbe One. Dennoch müssen wir leider anmerken, dass wir nicht in jeder Hinsicht von diesem Koffer überzeugt waren. Während unserer Tests sind uns nämlich einige unerfreuliche qualitative Mängel aufgefallen. Ein Kauf sollte daher gut überlegt werden. Das Koffer Testmagazin rät Ihnen davon ab.

Vorteile:
Angenehme Navigation
Gute Wasser- und Winddichte
Praktisches Wäschefach vorhanden
Widerstandsfähige Rollen

Nachteile:
Hoher Preis für eine Reisetasche
Kein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

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So haben wir den Travelite Elbe Two Hartschalenkoffer getestet:

1. Wie ist das Design des Koffers zu bewerten? Befragung unseres Expertenteams unter bestimmten Kriterien. Darunter fällt auch, dass die Marke des Produkts verschleiert wurde.

2. Konnten die Rollen einem Stresstest nach echten Bedingungen in einem 5km Lauf über Treppen, Schutt, Asphalt, und Sand standhalten?

3. Wie äußert sich der Transport des Koffers? Ist dieser komfortabel? Neben einer genaueren Analyse des Rollverhaltens, spielt hier auch das Tragen mit Griff und von Hand eine bedeutende Rolle. Dieser Schritt umfasst also die Handhabung.

4. Kann der Koffer grundlegenden Belastungen wie Flughafentransporten standhalten? Dieser Punkt betrifft nicht nur die Schale oder den Stoff, sondern umfasst auch Kriterien wie Reißverschlüsse. Hier kommen beispielsweise Stoß-, Sturz- und Reißtests zum Einsatz.

5. Wie schneidet der Koffer unter diversen Wetterbedingungen ab. Stellen starke Regenfälle oder hohe Temperaturen ein Problem dar? Viele Kriterien können hier einbezogen werden. Dabei kommt es unter anderem zum Einsatz von Kunstregen.

Die Ergebnisse unseres Tests sind folgendermaßen ausgefallen:

  1. Das Design ist zwar an sich nichts allzu Besonderes, kann jedoch dank seiner Feinheiten durchaus überzeugen. Nicht optimal, jedoch definitiv gut.
  2. Im Gegensatz zum Rest des Koffers, sind die Rollen unglaublich stabil und sehr resistent gegenüber möglichen Schäden. Bei jedem unserer durchgeführten Stresstests wurden gute Ergebnisse erzielt. Die 4 Doppelrollen sind also eine klare Stärke des Elbe Two.
  3. Komforttechnisch braucht man sich als Nutzer nicht zu beklagen. Eine gute Navigation wird in jeder Hinsicht gewährleistet. Auch hier kommen die exzellenten Rollen voll zur Geltung.
  4. Obwohl der Koffer von außen einen sehr guten Eindruck macht, zeigte er sich überaus anfällig gegenüber Kratzern und Beulen. Generell scheint er äußeren Belastungen nicht standhalten zu können, wie wir in unseren Tests leider mehrmals feststellen mussten. Zweifelsohne das große Manko dieses Koffers. Selbst bei einem einzelnen Flughafentransport kann nicht ausgeschlossen werden, dass Schäden auftreten.
  5. Abgesehen von extremen Bedingungen zeigt sich der Koffer weitgehend witterungsbeständig. Es ist also durchaus legitim, diesen einige Zeitlang im Regen stehen zu lassen. Das Transportgut sollte dabei geschützt sein.

Gelungene Optik und ein rundum angenehmer Transport

Das Design dieses Polycarbonatkoffers ist kein Meilenstein. Dennoch kann nicht geleugnet werden, dass sich einige gelungene Nuancen finden. Das eher schlichte und seriöse Design besticht nämlich durch Feinheiten. Alles in allem lässt sich die Optik also nicht anprangern, wenngleich einige Verbesserungen denkbar wären. Ebenfalls gelungen ist der gebotene Komfort. Wie es sich für einen guten Koffer gehört, gestaltet sich der Transport nämlich als ausgesprochen leichtgängig. Die Doppelrollen lassen sich gut steuern und kommen auch auf schweren Untergründen problemlos voran. Auch über die arretierbare Teleskopstange kann man sich nicht beklagen. Diese hilft maßgeblich bei der Navigation, die generell recht gut vonstattengeht. Selbst dann, wenn man sich für ein Tragen von Hand entscheiden sollte.

Der Schein trügt – die scheinbar harte Schale konnte sich nicht bewähren

Ein beschädigter Koffer von Travelite.

Ein Blick auf den Koffer genügt und man erkennt direkt, dass man es mit einem sehr widerstandsfähigen Qualitätsprodukt zu tun hat. Zumindest hat es das beim Travelite Elbe Two, der ja auch einen ordentlichen Ruf genießt, durchaus den Anschein. Doch dieser trügt! Falls es einen Makel gibt, den man diesem Koffer vorwerfen kann, dann ist es seine Robustheit. Während die 4 Doppelrollen durchaus stabil sind, kann man das vom Rest des Koffers leider kaum behaupten. Zu bemängeln sind beispielsweise die hohe Anfälligkeit gegenüber Kratzern. Aber auch Beulen stellen ein Problem dar. Das wirklich Ärgerliche daran ist allerdings, dass derartige Schäden bereits nach einmaligem Gebrauch auftreten können, was natürlich überaus frustrierend ist. Daher ist diesem Polycarbonatkoffer keine gute Lebensdauer zuzuschreiben. Sollte man sich dennoch für einen Kauf entscheiden, gilt es den Koffer also zu schonen.

Zu einem erfreulichen Grad witterungsbeständig

Obwohl der Elbe Two mit Stößen, Stürzen und Kratzern nicht so wirklich zurechtkommt, hat er sich zumindest gegenüber ungünstigen Wetterbedingungen bewährt. Bezüglich der Witterungsbeständigkeit gibt es also keine Probleme. Sowohl Regen als auch Wind können der Oberfläche des Koffers wenig anhaben. Das gilt auch für andere Wettereignisse wie z. B. Hagel und Schnee. Zumindest dann, wenn das Gepäckstück diesen nicht allzu lange ausgesetzt wird. In solchen Fällen können Schäden nämlich nicht ausgeschlossen werden. Dennoch ist der Polycarbonatkoffer durchaus wetterfest.

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Fazit

Der Elbe Two ist zwar ein echter Klassiker, gehört jedoch nicht zu den besten Gepäckstücken von Travelite. Auch ist es fraglich, ob er seinem Vorgänger Paroli bieten kann. Das Problem liegt nämlich darin, dass die Stabilität und Widerstandsfähigkeit des Koffers schwächeln. In unseren zahlreichen Belastungstests, wurden hier nämlich fast ausschließlich negative Ergebnisse erzielt. Die Anfälligkeit gegenüber Beulen und Kratzern ist sehr hoch. Lediglich die Rollen scheinen wirklich hochwertig zu sein. Diese können nämlich nicht nur Belastungen standhalten, sondern tragen auch zu einem komfortablen Transport bei. Ein solcher ist bei diesem Hartschalenkoffer ohnehin gegeben. Und zwar unabhängig davon, ob man zur Teleskopstande, oder gar zum Griff greift. Letzterer ist über längere Strecken hinweg aber natürlich nur bedingt empfehlenswert. Auch das Design ist recht gelungen und ungünstige Wetterbedingungen stellen in der Regel kein Problem dar. Dennoch können wir einen Kauf hier nicht nahelegen. Der Preis, wenn auch nicht allzu hoch, ist hinsichtlich der Qualität nicht gerechtfertigt.

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