Polycarbonatkoffer im Test – Sicher unterwegs

Sicherheit spielt bei Reisen eine große Rolle. Daher haben wir Polycarbonatkoffer für unser Magazin einem Test unterzogen. Immer öfter werden Koffer am Flughafen entwendet. Weichschalenkoffer werden gern aufgeschlitzt. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich für einen sicheren und guten Koffer entscheiden, der Sie nicht nur über Jahre begleiten kann, sondern auch die nötige Sicherheit mitbringt. Der Hartschalenkoffer ist dafür die richtige Adresse, besonders die Modelle aus Polycarbonat. Polycarbonatkoffer sind besonders strapazierfähig, hochwertig und robust, sodass Sie über Jahre hinweg viel Spaß mit einem solchen Modell haben werden.

Polycarbonatkoffer TestberichtVorteile und NachteilePreis und Händler
Titan Xenon
Erstklassige Verarbeitung
Viel Stauraum
Leichtfüßige Rollen
Hochwertige Materialien
Nichts
American Tourister Pasadena
Hochwertiges Material
Modernes Design
Wasserdicht
TSA-Schloss
Keine
Travelite Colosso
Hochwertige Verarbeitung
Viele Farben
Vier Rollen und Teleskoparm
Hohe Stabilität
Schwer zu fahren auf unebenen Untergründen

Was ist Polycarbonat?

Bei Polycarbonat handelt es sich um Polyester der Kohlensäure. In diversen, chemischen Einzelschritten werden diese zu einem harten Kunststoffnetz geflochten. Durch diesen Vorgang ist die Kunststoffmatrix extrem fest, hart und steif. Die nichtkristallinen Anteile im Polycarbonat sorgen hingegen dafür, dass kein Strom geleitet wird. Einer der größten Vorteile von Polycarbonat: Es unterliegt nicht der Oxidation durch den Luftsauerstoff, wie es beispielsweise bei Koffern aus Aluminium der Fall ist. polycarbonat-png-300x200Ohne Zusätze oder ähnliches ist reines PC (wie die internationale Bezeichnung für Polycarbonat lautet) farblos und transparent. Im Fertigungsprozess kann der Kunststoff eingefärbt werden, sodass zahlreiche unterschiedliche Muster und Farben entstehen. Deswegen sind Polycarbonatkoffer heute sehr vielfältig und begeistern immer wieder durch neue Looks.

Die Vorteile von Polycarbonatkoffern

In erster Linie bieten diese Modelle eine hohe mechanische Belastbarkeit. Auf Reisen kommt es häufig zu Stößen oder Schlägen von außen, besonders bei Flugreisen. Immerhin gehen die Fluggesellschaften und Mitarbeiter nicht gerade sanft mit dem Koffer um. Einem Polycarbonatkoffer macht das nicht aus. Die Stöße werden elegant abgefedert, ohne dass der Koffer Beulen oder andere Beschädigungen davon trägt. Das ist auch der Dehnfähigkeit des Materials zu verdanken. Wird Druck von außen ausgeübt, dehnt sich das Material leicht mit. Deshalb kann es nicht so schnell zu Brüchen oder Rissen kommen, wie es bei anderen Materialien für Hartschalenkoffer der Fall ist. Natürlich hat auch dieses Material seine Belastungsgrenze. Wird sie überschritten, kann es zu Schäden kommen. Der Vorteil ist, dass es nicht zum Aufbrechen oder Reißen des Der Reisekoffer reißt dann aber nicht ode bricht dann auf. Ihre Sachen falllen also nicht heraus. Das geringe Eigengewicht spricht ebenfalls für einen Polycarbonatkoffer. Im Vergleich zu einem Modell aus Aluminium ist ein Polycarbonatkoffer dreimal leichter. Doch auch bei den anderen Kunststoffsorten, die für Hartschalenkoffer eingesetzt werden, hat Polycarbonat die Nase vorn. Einzig und alleine CURV ist noch leichter. Besonders wichtig bei Reisen ist, dass kein Wasser in den Koffer eindringen kann. Ein Polycarbonatkoffer ist vollkommen wasserundurchlässig. Selbst bei starken Regen dringt kein Wasser durch das Material. Je nach Hersteller müssen Sie nur die Reißverschlüsse und das Schloss unter die Lupe nehmen, wenn es um die Wasserfestigkeit geht.

Die Nachteile von Polycarbonatkoffern

Die Vorteile von einem Reisekoffer aus Polycarbonat sind vielfältig. Nachteile haben sie nur wenige. So sind sie nicht verformbar, wie Sie es von den Weichschalenkoffer kennen. Die Füllmenge lässt sich also nicht durch Dehnen des Material erhöhen. Das haben Polycarbonatkoffer mit anderen Hartschalenkoffern gemein. Zudem sind sie schwerer als Weichschalenkoffer. Rund 0,2 Kilogramm mehr wiegt ein Koffer aus Polycarbonat. Doch bei den größeren Modellen, besonders bei jenen mit Rollen, werden Sie das geringe Mehrgewicht nicht feststellen.

Worauf müssen Sie beim Kauf eines Polycarbonatkoffers achten?

Die Anzahl der Modelle aus Polycarbonat wird immer größer. Unser Polycarbonatkoffer-Test hilft Ihnen, das passende Modell zu finden. Zahlreiche Hersteller vom Luxussegment bis zu Billigangeboten haben diesee Koffer im Sortiment. Das liegt unter anderem auch daran, dass Polycarbonat in der Verarbeitung recht simpel und günstig ist. Dennoch sollten Sie nicht vorschnell zu dem erstbesten Polycarbonatkoffer greifen. Lesen Sie unsere Tests und finden Sie Ihr Modell, das Sie über Jahrzehnte begleiten kann.

  • Qualität: Der wohl entscheidendste Punkt bei einem neuen Polycarbonatkoffer ist die Qualität und damit die Verarbeitung. Vielleicht bemerken Sie es nicht sofort, doch es gibt extreme Qualitätsunterschiede bei den unterschiedlichen Marken. Dadurch entstehen auch die relativ großen Preisunterschiede zwischen den Polycarbonatkoffern. Das Außenmaterial ist besonderer Knackpunkt, denn manche Hersteller wollen die Produktionskosten noch weiter senken und mischen dem Polycarbonat Zusatzstoffe bei. Die machen den Koffer in der Produktion zwar günstiger, schmälern jedoch seine Robustheit. Deswegen kann es leichter zu Brüchen und Beulen kommen. Achten Sie deswegen auf ein hochwertiges Material, dass leicht mitfedert, aber dennoch robust ist. Ebenso müssen Sie auf die Reißverschlüsse schauen. Diese sind sehr wichtig und einer der Hauptpunkte, wo sich Langfinger zu schaffen machen können. Die Reißverschlüsse sollten aus Metall bestehen und fest mit dem Koffer vernäht sein, sodass er nicht aufplatzen kann. Optimal sind zwei Schieber. Auch die Griffe und Rollen sollten sauber verarbeitet sein und aus hochwertigem Material bestehen.
  • Gewicht und Größe: Es kommt immer darauf an, was Sie mit Ihrem Polycarbonatkoffer machen wollen und wo dieser eingesetzt werden soll. Gewicht und Größe sollten so gering wie möglich sein, wenn Sie den Polycarbonatkoffer als Handgepäck mitführen wollen. Bei Flugreisen darf der Koffer häufig nicht mehr als 10 Kilogramm wiegen und eine Länge von 55 Zentimeter aufweisen. Deswegen ist ein geringes Eigengewicht wichtig, sodass Sie noch genügend Sachen einpacken können. Wollen Sie hingegen eine große Reise mit Ihrem Polycarbonatkoffer antreten, ist das Gewicht meist Nebensache. Einzig und alleine, wenn Sie sich für einen Koffer ohne Rollen entscheiden, sollte das Gewicht eine entscheidende Rolle spielen. Andere Koffer ziehen Sie einfach bequem hinter sich her. Bei der Größe gibt es viele unterschiedliche Modelle, die ein Volumen von bis zu 120 Liter haben können. Das Volumen finden Sie natürlich in unserem Testbericht.
  • Wasserdichte: In einem Polycarbonatkoffer-Test haben viele Modelle gezeigt, dass diese nicht perfekt wasserdicht sind. Gerade bei einer langen Reise kann das schnell zu einem Problem werden. Wasser dringt durch die Verschlüsse oder den Stoff an den Nähten ein und schon ist Ihre Kleidung im Inneren durchnässt. Das ist nicht nur sehr unangenehm, es können sich auch muffige Gerüche bilden. Das vermeiden Sie, indem Sie schon beim Kauf auf eine hohe Wasserdichtigkeit achten. Polycarbonat ist an sich immer wasserdicht und wird kein Wasser hindurchlassen. Der Knackpunkt ist in der Regel der Reißverschluss mit dem Schloss. Genau hier können Regentropfen durch kleine Öffnungen hindurchdringen. Bei starken Regengüssen ist das ein großer Nachteil.
  • Rollen: Sie müssen sich nicht zwangsläufig für einen Polycarbonatkoffer mit Rollen entscheiden. Rollen sind jedoch ein großer Pluspunkt und erleichtern Ihnen den Transport Ihres Koffers. Besonders, wenn Sie sich für ein großes Modell entscheiden, sollten Sie auf qualitativ hochwertige Rollen achten. Sind Sie viel im Gelände unterwegs, sollten Sie auf Hartgummirollen mit einem Kugellager setzen. Diese laufen nicht nur deutlich leiser als Modelle aus Kunststoff, sie können auch leichter über Unebenheiten geführt werden. Selbst das lästige Kopfsteinpflaster ist kein Problem mehr. Mit Kunststoffrollen kommen Sie dagegen leichter voran, wenn Sie auf geraden und ebenen Strecken unterwegs sind. Manche Hersteller, wie beispielsweise Samsonite, setzen auch auf eine spezielle Gummibeschichtung. Diese reduziert Vibrationen und erleichtert so das Vorankommen. Sollen es zwei oder vier Rollen sein? Mit zwei Rollen können Sie lange Strecken ohne Probleme überwinden und den Koffer bei Bedarf fest abstellen. Dazu stehen zwei Standfüße bereit. Schnelle Wendungen sind dagegen nicht möglich. Mit einem Modell mit vier Rollen sind Sie sehr wendig und flexibel. Sie können die Rollen oft um 360° drehen und deswegen den Polycarbonatkoffer aufrecht bewegen. Ein Nachteil der Viererrollen ist, dass Sie diese nicht einklappen können. Dementsprechend mehr Platz benötigen Sie, wenn Sie den Koffer verstauen wollen.
  • Griffe: Sowohl beim Ziehen/Schieben, als auch beim Tragen ist es wichtig, dass Ihr Polycarbonatkoffer über hochwertige Griffe verfügt. In erster Linie ist ein Teleskopgriff entscheidend. Diesen können Sie aus dem hinteren Teil Ihres Koffers ausfahren und damit das Modell hinter sich herziehen. Optimal ist es, wenn der Teleskoparm auf mehrere Größen eingestellt werden kann. Dadurch passt sich dieser immer seinen Benutzer an. Die Ergonomie sollte bei allen Griffen beachtet werden, sodass Sie den Polycarbonatkoffer leicht befördern können. Natürlich ist es auch wichtig, dass keine Schadstoffe bei der Produktion der Griffe zum Einsatz kamen. Viele Hersteller arbeiten mit Phthalaten und anderen Weichmachern und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen. Diese Weichmacher können zu Ausschlägen und zahlreichen aneren Reaktionen führen. Hersteller wie Travelite verzichten deshalb schon seit Jahren auf derartige Weichmacher. Weitere Anbieter schließen sich diesem Trend an.
  • Innenaufteilung: Sie dürfen Ihren zukünftigen Polycarbonatkoffer nicht nur von außen bewundern. Auch ein Blick ins Innere ist wichtig. Es kann ziemlich kompliziert sein, wenn der Koffer nur über ein großes Hauptfach verfügt. Leicht verschwinden Kleinigkeiten und Sie müssen durch den gesamten Koffer wühlen, damit Sie sie finden. Besser ist es deshalb, wenn der Polycarbonatkoffer über mehrere Fächer verfügt. Das sorgt für Ordnung und schont gleichzeitig Ihr Gepäck. Besonders im Deckel sollten mindestens zwei Taschen angebracht sein, in denen Sie Kleinigkeiten verstauen können. Sollte Ihr Traumkoffer darüber nicht verfügen, dann nutzen Sie am Besten eigene Taschen und kleine Kosmetikbeutel. Die helfen beim Organisieren und verhindert, dass Kosmetik, Schmuck und ähnliches einfach im Koffer herumfliegt.
  • Design: Bevor Sie sich mit dem Preis eines Polycarbonatkoffers beschäftigen, sollten Sie sich dem Design zuwenden. Zwar ist das Design Geschmackssache, aber doch für viele Menschen sehr wichtig. Hierbei gibt es im Handel eine bunte und breite Auswahl verschiedenster Polycarbonatkoffer. Von einzelnen Farben für einen seriösen Auftritt bis zu bunten und verrückten Mustern für Kinder ist alles vertreten, was Sie sich wünschen können. Bedenken Sie aber, dass ein einfarbiges Muster von Langfingern lieber mitgenommen wird als die bunte Variante. Das liegt daran, dass die bunten Polycarbonatkoffer oftmals zu auffällig sind. Deshalb bleiben diese eher auf dem Paketband liegen.
  • Preis: Der letzte große Punkt bei einem perfekten Polycarbonatkoffer ist ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Das haben wir uns im Test natürlich auch angeschaut. Heute gibt es Polycarbonatkoffer in allen möglichen Preislagen. Die beginnen schon unter 50 Euro. Nach oben hin gibt es keine Grenzen. Der Preis sollte aus verschiedenen Faktoren zusammengesetzt werden. Dazu zählen Ihr persönlicher Bedarf, wie oft Sie den Polycarbonatkoffer brauchen, was Sie damit machen und wie viel Sie maximal bezahlen wollen. Nur so können Sie einen Polycarbonatkoffer finden, der nicht zu teuer ist und dennoch einen guten Dienst leistet. Beachten Sie aber, dass ein hoher Preis nicht zwangsläufig für eine hohe Qualität spricht. Manch günstige Angebote verzichten zwar auf beliebten Schnickschnack, bieten aber dennoch eine gute Qualität.

Die richtige Pflege eines Polycarbonatkoffers

Nur durch die richtige Pflege wird ein Polycarbonatkoffer zu einem treuen Begleiter, der Sie viele Jahre begeistern wird. Am besten sollten Sie vor und nach jeder großen Reise Ihrem Koffer ein Grunderneuerung gönnen und so dafür sorgen, dass er lange seine hohe Qualität bewahrt. Es ist auch nicht schlimm, falls Sie die Pflege einmal vergessen sollten. Ein Koffer aus Polycarbonat ist sehr robust und die Materialien sind beinah „unkaputtbar“. Deswegen wird Ihr Polycarbonatkoffer nicht direkt den Geist aufgeben, wenn Sie die Pflege einmal vernachlässigt haben sollten. Holen Sie das einfach zu einem späteren Zeitpunkt nach.

Außenpflege für eine lange Haltbarkeit
Die Außenpflege ist wohl der wichtigste Punkt, wenn Sie lange etwas von Ihrem Polycarbonatkoffer haben wollen. Immerhin kommt der Koffer mit Feuchtigkeit, Hitze, Schmutz und Schlägen in Kontakt. Sollten Sie über einen hellen Polycarbonatkoffer verfügen, können Sie den mit einer gewöhnlichen Polierpaste und einem feinporigen Mikrofasertuch bearbeiten. Im Anschluss nehmen Sie die Politur mit einem sauberen Poliertuch ab. Kreisende Bewegungen sorgen dafür, dass Sie nicht lange polieren müssen, um ein perrfektes Ergebnis zu haben. Bei dunklen Polycarbonatkoffern ist das schon etwas anders. Nutzen Sie hier Politurpaste, wdie für die Pflege von Acrylglas gedacht ist. Diese ist farblos und füllt entstandene Kratzer wieder auf. Ebenso wie bei hellen Materialien sollten Sie die Politur einmassieren und danach wieder abnehmen. Sollte der Polycarbonatkoffer stark verschmutzt sein, können Sie die Verunreinigungen vorher mit etwas warmen Wasser und einem Reinigungsmittel säubern. Auf keinen Fall Scheuermilch verwenden!

Die Reinigung des Kofferinneren - Infos für Polycarbonatkoffer im Test
Den Innenbereich sollten Sie nicht außer Acht lassen, wenn Sie Ihren Polycarbonatkoffer säubern. Sollte das Innere Ihres Koffers ganz oder teilweise aus Leder bestehen, setzen Sie am Besten auf ein spezielles Lederpflegemittel. Bevor das zum Einsatz kommt, sollten Sie das Leder mit einem Imprägniermittel imprägnieren, damit es wasserabweisend ist. Nutzen Sie das Imprägniermittel regelmäßig mindestens einmal im Jahr. Haben Sie hingegen einen Koffer mit einem Innenfutter aus Baumwolle oder ähnlichen Materialien, können Sie ihn mit einer weichen Bürste reinigen. Oftmals ist das Innenfutter auch herausnehmbar. Dann können Sie es einfach in der Waschmaschine bei einem Schonwaschgang reinigen. Bei der Lagerung sollten Sie den Koffer mit Seidenpapier auslegen. Auch ein Handtuch kann eine große Hilfe sein. Vermeiden Sie bei der Lagerung große Temperaturschwankungen oder hohe Feuchtigkeit, damit Ihr Polycarbonatkoffer geschont wird. So bleibt der Polycarbonatkoffer lange erhalten und begeistert Sie durch seine zahlreichen Vorteile.