Der Koffer als Inspiration für Gesellschaftsspiele

Wenn man an Koffer denkt, so kommt einem dabei meist nur ihre grundlegende Funktion in den Kopf. Das ist natürlich mehr als verständlich, schließlich wurden sie ausschließlich zum Transportieren von Gepäck konzipiert. Bevor wir es nicht mit den neuen Smartbags zu tun bekommen, wird das womöglich auch die einzige Funktion von Koffern bleiben. Dennoch hat der Koffer sich auch als Symbol oder gar Inspiration etabliert. Das zeigt sich unter anderem daran, dass ein beliebtes Gesellschaftsspiel mit diesen zusammenhängt. Womöglich ahnen Sie bereits, womit Sie es gleich zu tun bekommen. Dieses spannende Spiel ist dabei übrigens nicht nur unter Kindern sehr beliebt, sondern auch bei Jugendlichen und Erwachsenen.

„Ich packe meinen Koffer“ ein altbewährter und spaßiger Zeitvertreib

Nahezu jeder von Ihnen dürfte dieses Spiel kennen oder zumindest schon mal davon gehört haben. Ganz ohne ist es allerdings nicht, denn es erfordert eine gewisse Konzentration und ein gutes Gedächtnis. Die Spielregeln sind dabei prinzipiell ganz simpel. Der Grundgedanke des Spiels ist das Packen des Koffers. Es müssen dabei mindestens zwei Personen teilnehmen. Zusätzliche Spieler sind allerdings sehr zu empfehlen, da dadurch der Spielspaß enorm ansteigt. Wer anfängt kann entweder von den Spielern selbst bestimmt oder ganz simpel ausgelost werden. Alternativ empfehlen sich auch das Ziehen von Streichhölzern oder Würfeln. Wurde festgelegt wer beginnt, so kann man mit dem Spiel loslegen. Dabei wird immer jeweils ein Gegenstand genannt, welcher in den Koffer gepackt wird. In der Regel sollte es sich dabei um Dinge handeln, welche auch tatsächlich in den Koffer hineinpassen. Gerade Kinder neigen nämlich sehr gerne dazu, hier ein wenig zu übertreiben. Nachdem die erste Person den Satz „Ich packe meinen Koffer und lege Gegenstand hinein“ zu Ende gebracht hat, wird im Uhrzeigersinn fortgefahren. Nun muss die darauffolgende Person den Satz seines Vorgängers wiederholen und um einen weiteren Gegenstand erweitern. Dabei stapelt sich die Anzahl der Gegenstände, sodass der Satz immer schwieriger zu merken wird. Wenn man sich nicht mehr erinnern kann und einen Fehler macht, so scheidet man aus dem Spiel aus. Der Sieger ist dementsprechend also derjenige, welcher am Ende noch übrig ist.

Optionale Varianten und Einsätze

Es gibt eine Vielzahl an Varianten, wie das Spiel durchgeführt werden kann. Beispielsweise kann man auch Gegenstände hinzunehmen, die prinzipiell gar nicht in den Koffer passen würden. Oder man macht das Ganze ein wenig schwieriger und lässt nur Gegenstände mit einem bestimmten Anfangsbuchstaben zu. Auch ein Zeitlimit oder das Nutzen von Gesten sind denkbare Möglichkeiten, welche dem Spiel einen zusätzlichen Reiz verleihen können. Dieser kann auch dadurch erfolgen, dass man mit Einsätzen spielt. Hierbei kann es sich entweder um bestimmte Gegenstände handeln oder um eine Aufgabe, welche im Falle eines Versagens erfüllt werden muss. Prinzipiell könnte man natürlich auch um Geld spielen, allerdings ist illegales Glücksspiel illegal und nicht gern gesehen. Inwiefern sich „Ich packe meinen Koffer“ allerdings als solches werten lässt, ist natürlich eine ganz andere Frage.

Das Kofferpacken als Sport

Das beliebte Spiel hat sich mittlerweile sogar zu einer Sportart entwickelt. Daher gibt es hin und wieder auch Wettbewerbe, deren Fokus gänzlich auf diesem Spiel liegt. Da ist es natürlich auch wenig verwunderlich, dass es einen Weltrekord bei „Ich packe meinen Koffer“ gibt. Der derzeitige Rekord liegt bei 150 Begriffen und wurde Ende 2015 erzielt.  Damals lieferten sich F. Teuba und R. Dott ein spannendes Match. Das dabei erzielte Ergebnis ist natürlich überaus beachtlich und kann als enorme Leistung gewertet werden. Schließlich ist hierfür eine enorme Konzentration und ein ausgesprochen gutes Gedächtnis erforderlich. Selbst die Hälfte der Begriffe im Kopf zu behalten, ist schon eine außerordentliche Glanzleistung.

Wenngleich dieses Spiel überaus bekannt ist, so dürfte es für den ein oder anderen dennoch verwunderlich sein, dass es sogar eine Rolle im Sport einnimmt. Wir finden das auf jeden Fall überaus erfreulich. Es zeigt nämlich unter anderem, dass Koffer auch als Inspiration für andere Lebensbereiche dienen können. Das ist ein spannendes Thema, welches wir womöglich auch in Zukunft aufgreifen werden. Leider sind wir hiermit aber auch schon am Ende unseres Artikels angelangt. Wir hoffen, dass Sie Freude am Lesen hatten. Selbst dann, wenn Sie in Ihrer Kindheit womöglich einige Probleme mit diesem lustigen Spiel hatten. Scham ist hier nämlich keineswegs angebracht, schließlich waren Sie damit wohl kaum alleine. An dieser Stelle, vielen Dank und (hoffentlich) bis zum nächsten Mal!

Bildnachweis: © Alexandr Vasilyev – Fotolia.com

Compare items
  • Testergebnis (0)
Compare
0